FILMLANDSCHAFTEN: DOKUMENTARFILM

Anatolia Blues - in Memoriam Aşık Veysel

DTR 2010, 55 min., OF
Anatolia Blues - in Memoriam Aşık Veysel
Regie: Gülseren Suzan, Jochen Menzel

Anatolien zu verstehen, heißt ihren Volksdichtern und ihren Liedern zuzuhören. Begleitet von der Saz erzählen sie von der Heimat und den Sehnsüchten der Menschen. Einer der größten zeitgenössischen Volksdichter war der blinde, 1973 verstorbene Aşık Veysel. Sein klagender Gesang ist wie der Blues Anatoliens.


Vorstellungen:
 07.3.2010   11:00  |  Kino: Festsaal

İki dil bir bavul

„Zwei Sprachen, ein Koffer“

TR 2008, 81 min., OmU
İki dil bir bavul
Regie: Orhan Eskiköy, Özgür Dogan

Als Emre Aydin das entlegene kurdische Dorf erreicht, in dem er unterrichten soll, ist das Fehlen von fließend Wasser noch das geringste Problem: Die Schüler sprechen kein türkisch, und Emre versteht kein Wort kurdisch. Die Kultur und die Bräuche sind ihm fremd – der junge Lehrer fühlt sich wie ein Ausländer im eigenen Land. Aber er gibt nicht auf. Die Kamera hat ihn bei seiner schwierigen aber mitunter auch komischen Mission begleitet.


Vorstellungen:
 10.3.2010   21:15  |  Kino: Filmhaus
 14.3.2010   16:45  |  Kino: Filmhaus

Bastion of Sin

„Hochburg der Sünden“

D 2008, 79 min., OF
Bastion of Sin
Regie: Thomas Lauterbach

Am Stuttgarter Staatstheater werden für die Tragödie „Medea“ 17 türkische Laiendarstellerinnen gesucht. Von Neugier getrieben, bewirbt sich auch die brave Hausfrau Aysel. Als einzige Kopftuchträgerin muss sie ihre Werte gegenüber moderneren Türkinnen verteidigen und gerät im Laufe der Theaterproben in einen Glaubenskonflikt. Der Film hält die Auseinandersetzung der Frauen mit ihrem Glauben, den Traditionen und der Familie fest.


Vorstellungen:
 08.3.2010   18:45  |  Kino: Filmhaus

Ertrunken vor meinen Augen

D 2008, 45 min., OF
Ertrunken vor meinen Augen
Regie: Gülsel Özkan, Ludger Pfanz

Um Krieg und Armut zu entfliehen, hat sich der Somalier Ualid Nasur, wie viele andere, auf die Odyssee nach Europa gemacht. In Griechenland endete die Reise für ihn tödlich. Immer wieder öffnen türkische Polizisten LKWs und vor ihre Füßen purzeln halb verhungerte Menschen. Der Film beleuchtet eine der einträglichsten Einnahmequellen der Mafia.


Vorstellungen:
 13.3.2010   17:15  |  Kino: Filmhaus

Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss

D 2009, 85 min., OF
Günter Wallraff: Schwarz auf Weiss
Regie: Pagonis Pagonakis, Susanne Jäger

Als schwarzer Migrant verkleidet, stellt der bekannte Enthüllungsjournalist und Autor Günter Wallraff die Gastfreundschaft der Deutschen auf die Probe. Ein Jahr lang war er perfekt maskiert und mit versteckter Kamera in der Republik unterwegs und erlebte am eigenen Leib, wie die Menschen mit schwarzen Mitbürgern umgehen. Ein entlarvender Blick hinter die Fassade der deutschen Gesellschaft.


Vorstellungen:
 14.3.2010   13:00  |  Kino: Filmhaus

Mazel Tov

DERU 2009, 92 min., OmU
Mazel Tov
Regie: Mischka Popp, Thomas Bergmann

Sie kamen mit zwei Koffern. Aber ihr unsichtbares Gepäck sind ihre Geschichten. Als sich 1990 die Grenzen öffneten, wanderten zahlreiche russische Juden nach Deutschland aus. Ihre Religion und ihre Kultur waren in der Sowjetunion verboten. In „Mazeltov“ erzählen die Alten vom Kampf gegen Nazi-Deutschland und die Jungen von ihrer Suche nach Heimat. Es sind spannende, anrührende, lebendige Geschichten – und unbekannte Geschichte.


Vorstellungen:
 06.3.2010   21:00  |  Kino: Filmhaus
 07.3.2010   16:45  |  Kino: Filmhaus

Mezra Ezidiya

„Das Jesidendorf“

TR 2008, 27 min., OmU
Mezra Ezidiya
Regie: Rodi Yüzbaşı

Die Jesiden sind Angehörige einer der ältesten Religionen Mesopotamiens, eine Gemeinschaft, die sehr naturverbunden und friedlich ist und an die Seelenwanderung glaubt. In den 80ern litt diese ethnische Minderheit im eigenen Land unter Repressionen. Deshalb kam es zu einer großen Auswanderungswelle, viele Jesiden flohen nach Deutschland. Der Dokumentarfilm hat sich auf Spurensuche begeben und das letzte Jesidendorf in der türkischen Provinz Mardin ausfindig gemacht.


Vorstellungen:
 13.3.2010   12:30  |  Kino: Filmhaus

Zum Vergleich

DA 2009, 61 min., OF
Zum Vergleich
Regie: Harun Farocki

Wie lässt sich Arbeit in unterschiedlichen Gesellschaften vergleichen? Harun Farocki hat sich dafür einen Gegenstand herausgepickt, den Ziegelstein. Fast kommentarlos gleitet die Kamera durch Länder und Kontinente. Die Ziegel-Arbeit, ob traditionell von Hand oder in hochmechanisierten Fabriken, spiegelt die ökologischen und ökonomischen Zustände wider.


Vorstellungen:
 13.3.2010   12:30  |  Kino: Filmhaus